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Wir haben uns verlaufen – oder wie du besser nicht rund um den Vulkan Garachico wanderst

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Teneriffa ist ja nicht nur für seinen schwarzen Sand und die schönen Steilküsten bekannt, sondern natürlich und vor allem auch wegen des großen Vulkans El Teide, der sich mitten auf der Insel auf über 3.700 Meter erhebt.

Es gibt aber um den mächtigen Hauptvulkan der Insel auch noch einige kleinere Vulkane. So zum Beispiel den Vulkan Garachico, welchen wir an unserem zweiten Wandertag auf der Insel umrunden wollten. Nachdem uns die Küstenwanderung westlich von Puerto de la Cruz am Vortag bereits so beeindruckt hat, waren wir neugierig auf das, was die Insel sonst noch so an Landschaft zu bieten hat.

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Auf der Webseite Outdooractive wurden wir fündig und fanden eine schöne und als „einfach“ deklarierte Wanderung rund um einen kleinen Vulkan – dem Garachico. Ein Blick auf die Bilder überzeugte uns und da wir ab diesem Tag einen Mietwagen hatten, stand unserer Wanderung nichts mehr im Wege.

Die Wanderroute

Mit dem Auto brauchten wir ca. 45 Minuten von Puerto de la Cruz, die Bergstraßen hinauf bis zum Örtchen La Montañeta. Direkt beim Ort führt auf Kilometer 9 der Straße TF-373 eine kleine Forststraße den Wald hinauf. Hier kannst du mit dem Auto hoch fahren, was wir aber mit einem Mietwagen nicht unbedingt empfehlen würden, denn die Straße hat sehr viele Schlaglöcher und ist übersät von spitzen Steinen.

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Deshalb entschieden wir, unser Auto unten am Anfang des Waldweges zu parken. Auch hier gibt es rechts und links des Weges viele Parkmöglichkeiten. Du musst dann allerdings die fast 2 Kilometer den Forstweg bergauf laufen, bis du zu einem Picknickplatz kommst, der der Ausgangspunkt für die Wanderung ist.

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Am Picknickplatz angekommen begann dann das Übel, denn bei einem Blick auf die Karte hielten wir eine Wanderung rund um den Chinyero (ein anderer Vulkan in der Region) für unseren Wanderweg und folgten fleißig den Schildern, bis wir nach ca. 2,4km an einem Rundweg ankamen, der mit 5,7km beschriftet war und rund um eben diesen Vulkan verlief.

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Wir hatten uns also für den falschen Wanderweg entschieden.

Ein Blick in die App Komoot, die Jana bei dieser Wanderung glücklicher Weise zum ersten Mal nutze um die Route zu tracken, verriet uns, dass wir bereits viel zu weit gewandert waren und uns für die falsche Rundwanderung entschieden hatten. Prinzipiell kein Problem, denn die Rundwanderung um den Chinyero wäre sicherlich auch schön und einfach gewesen, aber da wir erst recht spät los gefahren waren, war es leider schon ziemlich spät und wir wussten, dass wir die Wanderung zeitlich sicher nicht mehr schaffen würden.

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Die ganze Zeit fragten wir uns jedoch, wo wir die Abzweigung zu unserer Wanderung verpasst hatten. Auf der Karte in unserer App war nur eine einzige mögliche Abzweigung zu sehen. Es blieb uns also nichts anderes übrig als den gleichen Weg zurück zu wandern, den wir gekommen waren und dabei die Karte in der App im Auge zu behalten, um die Abzweigung nicht noch einmal zu verpassen.

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Und tatsächlich fanden wir die Abzweigung. Auf dem Hinweg hatten wir sie, auf Grund der Schilder für die andere Wanderung, denen wir blind gefolgt waren, einfach übersehen. Wir bogen also ab und befanden uns nun endlich auf dem richtigen Weg – also fast, denn nicht nur waren wir einen falschen Weg gewandert, wir hatten auch noch die falsche Richtung eingeschlagen, weshalb wir die Wanderung nun in der entgegengesetzten Richtung machen mussten.

Umrundung des Vulcans Garachico

Nun änderte sich die Landschaft schlagartig. Die grünen Bäume wurden immer weniger, bis sie schließlich ganz verschwunden waren. Statt dessen wanderten wir auf immer dunklerem Sand, bis wir uns schließlich in einer schwarzen Sand-Wüste wiederfanden, in der wirklich gar nichts anderes mehr wuchs.

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Nun hatten wir auch den Vulcan Garachico fest im Blick, da wir uns nun sicher waren, dass wir diesen umrunden wollten. Leider war uns aber aus der Wanderbeschreibung nicht ersichtlich, wo wir abbiegen müssen, weil wir die Wanderung ja in die falsche Richtung machten.

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Mit Hilfe der Komoot App, konnten wir aber den Wanderweg super verfolgen. Wir bogen rechts ab und nun wurde es echt schwierig dem Wanderweg zu folgen, denn ein wirklicher Wanderweg war eigentlich nicht mehr zu sehen. Es ging weiter durch einen Pinienwald in dem der Waldboden komplett von Piniennadeln bedeckt war. Das sah richtig schön aus, aber es machte es uns auch nicht leicht, dem Wanderweg zu folgen.

Ohne die Komoot App wären wir tatsächlich aufgeschmissen gewesen. Alternativ empfehlen wir ein GPS Gerät mit dem du die Route tracken könntest. Während der gesamten restlichen Strecke, klebten Janas Augen an der Karte auf dem Handybildschirm um sicher zu stellen, dass wir auch nicht vom Wanderweg abkamen.

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Schnell verließen wir den Pinienwald wieder. Immer wieder achteten wir darauf, dass wir den Vulkan nicht aus dem Blickwinkel verloren. Weiter ging es dann über spitze Felsen und dunkles Lavagestein. Ich hatte glücklicher Weise Wanderstöcke dabei, weil ich ja den Krümel vorne in der Manduca hatte, aber Jana musste ohne Stöcke wandern und das war dann technisch schon etwas anspruchsvoller, obwohl die Wanderung auf der Outdooractive Seite als ‚leicht‘ angegeben war.

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Weit mussten wir nun nicht mehr wandern. Nach kurzer Zeit erreichten wir dann die letzte Abzweigung von der aus wir innerhalb von ein paar Minuten zum Picknickplatz zurück gewandert waren. Von dort mussten wir dann nur noch den Forstweg wieder zurück bis zu unserem Auto laufen.

Unsere Wanderung im Überblick

  • Schwierigkeit (Ausdauer): leicht
  • Schwierigkeit (Technik): mittel
  • Höhenmeter: 310m
  • Länge der Wanderung: 12km
  • Dauer der Wanderung: 2:30 Stunden
  • Einkehrmöglichkeiten: Leider keine

Alle Details zu unserer Wanderung inkl. Höhenprofil findest du auf unserem Komoot Profil.

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Die Strecke, die wir gewandert sind…

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Das Höhenprofil unserer Wanderung

Unsere Wanderung im Bewegtbild

Natürlich hatten wir auch bei dieser Wanderung unsere Kamera mit dabei und haben den Tag gefilmt. Wenn du dir einen noch besseren Eindruck von der Wanderung bekommen möchtest, schau dir gerne unser entsprechendes Video dazu an:

Auf unserem YouTube Kanal findest du außerdem noch weitere Videos zu Wanderungen und Reisen, die wir im letzten Jahr gemacht haben. Wenn du kein Video verpassen möchtest, dann vergiss nicht, den Kanal zu abonnieren.

Fazit

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Die Wanderung ist auf jeden Fall wunderschön und sehr lohnenswert. Wichtig ist aber, dass man sehr aufmerksam bei der Routenplanung ist damit man sich nicht verläuft so wie wir.
Wir empfehlen daher ein GPS Gerät oder eine Wanderapp, wie zum Beispiel die Komoot App, dabei zu haben. So kannst du sicher stellen, dass du nicht vom Weg abkommst.

Hast du dich beim Wandern schon mal verlaufen? Welche Hilfsmittel nutzt du, damit dir das in Zukunft nicht mehr passiert.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast uns hier auf unserem Blog zu besuchen. Falls es dir gefallen hat freuen wir uns wie immer darüber wenn du anderen davon erzählst!

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2 Kommentare

  1. Ob ich mich beim wandern schonmal verlaufen habe? Japp – andauernd… liegt im Tagträumen… und daran ,dass ich gerne Wege ausprobiere, die ich nicht kenne.
    Am schönsten war es mal, als ich mit meiner Mutter eine Runde im Allgäu drehen wollte und wir auf einmal an der Österreichischen Grenze standen… da war wohl einer der eingezeichneten Wege im Winter nicht passierbar 😀

    Aber solange man immer wieder zurück findet – gar kein Problem.

    LG Mel

    • Sehr coole Geschichte, Mel! 🙂 Wir können das voll und ganz nachvollziehen! Genau das Gleiche könnte uns ganz bestimmt auch passieren! 🙂

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